5-Kontenmodell – Sparen leicht gemacht! Auf Autopilot!

Nichts ist einfacher als Geld automatisiert zu sparen. Denn so kommt ihr nicht in Versuchung das Geld für andere Dinge auszugeben. Aber was meine ich damit? Ganz einfach, jeder der Geld sparen will, sollte sich mehrere Konten anlegen, vor allem aber ein Sparkonto. Das 3-Kontenmodell wird beispielsweise oft dafür empfohlen. Ich selber nutze sogar ein 5-Kontenmodell. Am Ende ist allerdings nur wichtig, dass ihr euch mindestens ein Sparkonto einrichtet, wenn ihr automatisiert Geld sparen und langsam reich werden wollt. Neben der Idee dahinter stelle ich euch auch mein persönliches 5-Kontenmodell vor. So möchte ich euch inspirieren und motivieren ebenfalls viel Geld zu sparen ohne dabei einen Mehraufwand zu haben oder sich großartig einschränken zu müssen.

Die Idee hinter dem Kontenmodell

Es gibt viele Sparmethoden, die sicherlich alle ihren Zweck erfüllen. Aber es ist besonders wichtig sein Geld für verschiedene Zwecke einzuteilen. So solltet ihr auch für das „Sparen“ ein festes Budget im Monat festlegen. Aber wie passiert es so oft, dass die Versuchung groß ist die vorhandenen Geldreserven auf dem Girokonto dafür zu nutzen sich doch noch etwas Schönes zu gönnen, was man eigentlich nicht braucht. Das ist ja auch nicht verwerflich, aber genau das Problem wollen wir mit einem Kontenmodell umgehen.

Die Idee dahinter ist recht simpel. Die meisten Menschen besitzen lediglich ein Girokonto und genau dadurch fehlt die Übersicht. Deswegen ist es an der Zeit neben eurem Hauptkonto auch noch ein Sparkonto zu eröffnen, um mehr Übersicht zu haben und automatisiert zu sparen. Zudem solltet ihr euch direkt einen Dauerauftrag zum Sparen einrichten. Am besten Anfang des Monats, wenn das Hauptkonto noch voll ist. Ihr könnt beispielsweise 20 % eures Einkommens als Dauerauftrag auf das Sparkonto ausführen. So ist das Geld aus den Augen aus dem Sinn und kann auf dem Sparkonto Monat für Monat heranwachsen.

 

Mein 5-Kontenmodell

Mein 5-Kontenmodell stelle ich natürlich als Inspirationsquelle vor. Also keine Sorge, ihr müsst jetzt nicht direkt 5 Konten eröffnen, nur weil ich damit gut fahre. Nutzt es einfach als Inspiration und erstellt euch dann anhand der Vorlage und auf eure Bedürfnisse zugeschnitten euer eigenes Kontenmodell.

 

1. Mein Hauptkonto bei der comdirect

Diese Art von Konto werden die meisten von euch wohl auch besitzen, selbst dann, wenn ihr kein 5-Kontenmodell verwendet. Es ist das Hauptkonto. Hier geht jeden Monat mein Gehalt aus meinem Hauptjob ein. Zudem fließen alle meine Fixkosten wie Miete, Strom, Versicherungen, Handy- und Internetvertrag oder auch mein Beitrag für das Fitnessstudio ab. Neben den Fixkosten deckt dieses Konto zudem die Einkäufe des täglichen Bedarfs.

Mein Hauptkonto habe ich übrigens bei der comdirect*. Das Girokonto ist kostenlos, der Service ist gut und es gibt die Möglichkeit kostenlose Unterkonten einzurichten. Zudem habe ich eines meiner Aktiendepots bei der comdirect, was auch einige Vorteile mit sich bringt.

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Von meinem Hauptkonto gehen des weiteren einige Daueraufträge für meine Sparkonten ab.

 

2. Mein Notgroschen Konto bei der Sparkasse

Das zweite Konto aus meinem 5-Kontenmodell habe ich bei der Sparkasse. Bei der Sparkasse hatte ich früher mein Hauptkonto, allerdings wurde mir das deutlich zu teuer. Die Sparkasse nimmt unverschämt hohe Gebühren für jede Überweisung die ein- und ausgeht, sowie jede Benutzung eines Geldautomaten. Es klingt zwar im ersten Moment nicht viel, aber es summiert sich am Ende des Jahres doch einiges zusammen. Als ich meine Gebühren für 2018 bei der Sparkasse zusammengerechnet habe, bin ich fluchtartig Anfang 2019 mit dem Hauptkonto zur comdirect gewechselt.

Das Konto bei der Sparkasse erfüllt nun aber seinen Zweck als Notgroschen Konto. Das ist auch gut so, denn solange keine Überweisungen stattfinden, entstehen lediglich Kosten in Höhe der Grundgebühren von 3,50 € im Monat, was ich als fair erachte. Zudem bietet die Sparkasse den Vorteil in Deutschland nahezu an jeder Ecke Geldautomaten stehen zu haben, sodass im Notfall das Geld schnell verfügbar ist. Was bedeutet aber nun Notgroschen Konto und wie viel Geld ist da drauf?

Auf meinem Notgroschen Konto befinden sich aktuell ungefähr 10.000 €. Aber wieso gerade diese Summe? Ganz einfach, das entspricht in etwa sechsmal meinen monatlichen Fixkosten plus Ausgaben für den alltäglichen Gebrauch. Der Notgroschen dient also als Puffer, wenn ich mal arbeitslos oder krank werde. So kann ich immerhin sechs Monate über die Runden kommen ohne mir zu große Sorgen machen zu müssen. Wenn ich länger krank sein sollte, habe ich sowieso ganz andere Probleme und eine Arbeitslosigkeit sollte in sechs Monaten mehr als zu regeln sein. Zumindest für mich, weil ich arbeitswillig, jung und gut ausgebildet bin.

Das Notgroschen Konto muss zudem für Notfälle wie beispielsweise nen Unfall oder eine defekte Waschmaschine herhalten. Aber auch für den ungewöhnlichen Fall, dass ich mal die Girokarte meines Hauptkontos verlieren sollte oder die Karte einen Defekt aufweist, bleibe ich mit dem Notfallkonto zahlungsfähig.

 

3. Sparkonten bzw. Verrechnungskonten für Aktienkäufe

Das dritte Konto meines 5-Kontenmodells ist das Sparkonto. Genau genommen habe ich mehrere Sparkonten, aber weil die alle einen ähnlichen Zweck erfüllen habe ich diese mal zusammengefasst. Das Sparkonto ist neben dem Notgroschenkonto das wichtigste Konto, um das persönlich Sparziel zu erreichen. Einen Notgroschen sollte in meinen Augen jeder haben und danach kann es mit dem Sparen und dem Vermögensaufbau losgehen.

Übrigens haben die Kleingeldhelden ein paar tolle Spartipps für euch, wenn ihr noch mehr Geld sparen wollt. Schaut gerne mal dort vorbei. Es lohnt sich. Aber jetzt erstmal weiter mit dem 5-Kontenmodell.

Da es heutzutage auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten keine Zinsen mehr gibt und ich sowieso seit 2009 an der Börse aktiv bin, spare ich genau genommen kein Geld sondern ich investiere es direkt. Ok, bevor ich ein Aktienpaket oder einen ETF kaufe, spare ich natürlich auch erstmal Geld an, aber alle 2-3 Monate wird das Geld dann in neue Aktien investiert. Das Geld wird also nur kurzfristig auf meinen Verrechnungskonten angespart, um es dann in Aktien oder ETFs zu investieren. Denn der Zinseszinseffekt soll langfristig aus meinem gesparten Geld ein Vermögen machen. Ich möchte nicht, dass mein gespartes Geld bei 0,00 % Zinsen auf einem Tagesgeldkonto versauert und durch Inflation jedes Jahr an Wert verliert. Daher sind meine Verrechnungskonten quasi meine kurzfristigen Sparkonten, um von hier aus dann Aktienkäufe zu tätigen und zu investieren.

Ich besitze übrigens insgesamt vier Aktiendepots und entsprechend auch vier Verrechnungskonten. Wenn du wissen willst warum, schau gerne mal in meinem Blogbeitrag zu meinem 4-Depotsmodell vorbei.

 

4. Spaß und Reisekonto bei der DKB

Das vierte Konto aus meinem 5-Kontenmodell ist mein Spaß- und Reisekonto. Spaß und Reisen habe ich zu einem Konto zusammengefasst, denn Reisen bedeutet für mich Spaß. Hier spare ich Geld an, um mir größere Anschaffungen zu leisten beispielsweise ein neues iPhone oder eben eine größere Reise. Ich kaufe allerdings nicht jedes Jahr ein neues iPhone, weil es einfach unnötig ist. Letztes Jahr habe ich ausgesetzt und dieses Jahr muss ich mal schauen. Aktuell tendiere ich eher dazu Apple Aktien nachzukaufen. Ok, da kommt schon wieder die Finanzpilotin in mir durch. Wenn es kein neues iPhone wird, bleibt jedenfalls mehr Geld fürs Reisen übrig.

Mein Spaß- und Reisekonto habe ich bei der DKB*. Warum? Ganz einfach! Die DKB ist eine der besten kostenlosen Banken und gerade für Weltenbummler ideal. Denn sowohl Bargeldabhebungen sowie das Bezahlen ist weltweit und in jeder Währung kostenlos. Das gibt’s ansonsten bei keiner anderen Bank zum Nulltarif.

*DKB-Cash: Das kostenlose Internet-Konto

 

5. Geschäftskonto für Nebentätigkeit

Das fünfte Konto meines 5-Kontenmodells stellt mein Geschäftskonto dar. Neben meinem Hauptjob als Elektro-Ingenieurin im Außendienst, habe ich eine Nebentätigkeit als Redakteurin und Video-Creator angemeldet. Zudem verdiene ich mit meinem Blog durch Werbeeinnahmen Geld. Rein theoretisch könnte ich die Einkünfte daraus auch auf meinem Hauptkonto überweisen lassen. Allerdings ist es aus Buchhalterischer Sicht sinnvoller die Einnahmen zu trennen. So kann ich mir die Steuererklärung vereinfachen und das Konto ohne Datendurcheinander an meine Buchhaltungssoftware* anbinden. So macht sich die Buchhaltung und die Steuererklärung fast von selbst.

Das Geschäftskonto, was genau genommen ein privates Girokonto ist, habe ich aktuell bei der 1822direkt und ist ebenfalls kostenlos. Die 1822direkt ist eine Direktbank der Sparkasse. Das bietet den Vorteil, dass die Geldautomaten der Sparkasse ebenfalls kostenlos genutzt werden können.

*1822direkt

Allerdings gibt es mittlerweile mit N26 und Kontist* gute Alternativen zur 1822direkt. Die Konten sind ebenfalls kostenlos und gerade Kontist bietet eine tolle und übersichtliche App, Direktanbindung an die Buchhaltungssoftware, Auswertungen und Statistiken zu den Umsätzen und und und. Ich bin kurz davor mit meinem Geschäftskonto zu Kontist* zu wechseln, obwohl ich an für sich zufrieden bin. Die ganzen technischen Spielereien und Auswertungsfeatures reizen mich allerdings extrem.

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Hat jemand von euch bereits Erfahrung mit Kontist gemacht? Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir von euren Erfahrungen berichten würdet.

 

Besitzt ihr ein eigenes Kontenmodell oder vielleicht sogar ein 5-Kontenmodell? Wenn ja, hat es euch geholfen, eure Finanzen in den Griff zu bekommen?

Lasst mir gerne ein Kommentar da. Ich würde mich sehr darüber freuen!

Liebe Grüße
Eure Sara „Finanzpilotin“ ♡

 

 

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2 Gedanken zu „5-Kontenmodell – Sparen leicht gemacht! Auf Autopilot!“

  1. Ähnlich, nur als anderes 5 Konten Modell.
    Ein Hauptkonto, wovon alle Ausgaben getätigt werden, auch die großen. Bei der Sparkasse. 1 weiteres, momentan noch bei der Sparkasse, welches als Puffer dient. 3 Konto ist das Depot-Konto als Altersvorsorge. 4&5 sind in Planung als Depot für die Enkel. Überlege momentan das große 2te Konto in 2 Konten zu splitten. Eins der absolute Rettungsanker für schwere Zeiten und Eins für Urlaub und Hobby.

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    • Hi Jens,
      das hört sich doch auch gut an. Schön, dass du auch an die Enkel denkst. Ich habe meine Verrechnungskonten meiner Aktiendepotos (insgesamt 4 Stück) beim Kontenmodell als eines zusammengefasst. Sonst wäre es hier etwas ausgeartet, aber zu meinen Depots gab es ja bereits einen separaten Beitrag.
      Hast du dann vor für die Enkel Sparpläne einzurichten?
      LG Sara

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