Investieren in der Krise – Finanzwissen wichtiger als sonst!

Eine Krise bietet enormes Potential für hohe Renditen. Investieren in der Krise wird zwar oft als risikoreich betitelt, aber solche Aussagen stammen meist von Personen mit geringem Finanzwissen. Wenn alle anderen ängstlich den Aktienmarkt verlassen sind unzählige Aktien für Schnäppchenpreise erhältlich. Allerdings ist für diese Schnäppchenjagd auch ein gewisses Finanzwissen nötig, denn einfach blind in Aktien zu investieren, die sich im Sturzflug befinden, ist sicherlich keine gute Idee. Auch keine gute Idee ist es sich von der ängstlichen Masse mitreißen zu lassen und alle seine Aktien panisch im Verlust zu verkaufen. Denn dann geht ihr maximal als Verlierer der Krise hervor. Mit Glück habt ihr noch etwas an Erfahrung gewonnen und macht es dafür bei der nächsten Krise besser. Im heutigen Beitrag verrate ich euch wieso Finanzwissen gerade in der Krise besonders wichtig ist und warum ihr euch unbedingt finanziell weiterbilden solltet.

Blogparade by comdirect – Investieren in der Krise

Die Idee zu diesem Thema hat die comdirect* mit ihrer BlogparadeInvestieren in der Krise: Warum Finanzwissen gerade dann besonders wichtig ist“ geliefert.

*

 

Darum ist Finanzwissen in der Krise besonders wichtig!

Ihr könnt nun entweder weiterlesen oder einfach zum entsprechenden YouTube Video wechseln. Dort nenne ich euch 5 Gründe warum gerade in Krisenzeiten ein solides Finanzwissen so wichtig ist. Das ist ein exklusiver Service für Lesefaule.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

1. Renditekiller „Emotionen“

Emotionen wie Angst, Gier und Euphorie sind die größten Renditekiller. Oft ist es nicht einmal das fehlende Finanzwissen selbst, sondern die fehlende Beherrschung über unsere Emotionen, die uns hohe Verluste an den Börsen einbringen oder einfach die Gewinne schmälern.

Was läuft also bei den meisten falsch? Sie missachten eine wichtige Regel. Günstig kaufen und teuer verkaufen. Das gilt nicht nur im realen Leben, sondern eben auch an der Börse. Die meisten von uns wissen das auch, aber lassen sich dennoch von der Masse und der „Fear of Missing Out“ (Deutsch = Angst etwas zu verpassen) an der Börse leiten. Die eigene Strategie wird über Bord geworfen und es wird plötzlich blind der Masse gefolgt. So viele Menschen können ja nicht falsch liegen oder etwa doch?

Doch können Sie, denn die meisten Menschen haben ihr Emotionen nicht im Griff. Gerade in Krisenzeiten verkaufen viele Privatanleger panisch ihre Aktien. Meist aus Angst vor noch größeren Verlusten. Investieren in der Krise ist den meisten zu risikoreich, wer weiß wie weit die Kurse noch fallen? Tiefrote Zahlen sind für die meisten Privatanleger kaum auszuhalten. Euch sollte aber bewusst sein, dass es sich lediglich um Buchverluste handelt, solange ihr nicht verkauft.

 

Der Richtige Umgang mit Emotionen

Zunächst ist es natürlich wichtig zu erkennen, dass ihr gerade aus einer Emotion handelt. Solltet ihr also in einer Krise beispielsweise Angst oder Panik verspüren, dann tut euch selber den Gefallen und handelt in diesem Moment auf gar keinen Fall Wertpapiere!

Versucht zunächst zur Ruhe zu kommen. Da hat jeder Mensch so seine eigene Strategie. Mir hilft beispielsweise ein Spaziergang an der frischen Luft, Sport oder ein entspanntes Bad.

Ferner solltet ihr auf gar keinen Fall in die Medienfalle geraten und euch die Aussagen von Crash-Propheten oder Klickgeilen Medienseiten durchlesen. Dadurch werdet ihr nur noch unruhiger und meist wird dort alles unnötig dramatisiert.

Macht euch lieber bewusst, dass jede globale Krise meist zu einem Börsencrash führt, weil alle panisch ihr Vermögen retten wollen. Die einzelnen Unternehmen verschlechtern sich dadurch auf langfristige Sicht aber meist nicht. Klar gibt es auch Unternehmen, die vor der Krise schon so hoch verschuldet waren, dass es schwer wird die Krise ohne Insolvenz zu überstehen, aber gerade für die Big Player trifft das wohl eher weniger zu.

Führt euch noch einmal selbst vor Augen, warum ihr die Aktien ursprünglich gekauft habt. Ändert sich durch die Krise irgendetwas, außer dass es kurzfristig zu Umsatzeinbrüchen und Gewinneinbußen kommen könnte? Hat das Unternehmen genug Kapital um die Krise zu überstehen? Kaufen die Menschen womöglich die Produkte auch während der Krise weiter? Sind die Zukunftsaussichten nach der Krise immer noch gegeben?

Die meisten Fragen werdet ihr sicherlich positiv beantworten können, vorausgesetzt ihr habt die Aktien auch bevor ihr diese in euer Depot geholt habt mit Bedacht ausgewählt. Daher haltet die Aktien, die ihr besitzt und kauft lieber in der Krise günstig nach. Investieren in der Krise kann euch nämlich hohe Renditen einbringen. Zudem bekommt ihr mehr Anteile für weniger Geld. Antizyklisches Handeln lautet das Stichwort.

 

Buchempfehlung: Börsenpsychologie

Falls du mehr über die Psychologie an der Börse erfahren willst, kann ich dir nachfolgendes Buch sehr ans Herz legen. Es richtet sich zwar an Trader, aber die psychologischen Hürden sind sowohl beim Trading als auch beim langfristigen Investieren sehr ähnlich. Mit Kindle Unlimited* kannst du es sogar kostenlos lesen, genauso wie viele andere Finanzbücher.

Tradingpsychologie - So denken und handeln die Profis
Tradingpsychologie - So denken und handeln die Profis*
von FinanzBuch Verlag

Der größte Feind des Traders ist die Angst. Wer Angst hat, verliert. Und an der Börse heißt das bares Geld. Norman Welz erklärt, was Angst im Börsenalltag anrichtet. Vor allem aber demonstriert er, wie sie sich beherrschen lässt. Er zeigt viele praktische Wege auf, wie man Angst und Stress in den Griff bekommt. So ist Börsenerfolg in Zukunft kein Zufallsprodukt einer positiven oder negativ...

Prime
 Preis: € 34,99
Jetzt auf Amazon kaufen*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Übrigens kannst du Amazon Kindle Unlimited* in der Probemitgliedschaft* insgesamt 30 Tage kostenlos testen und so das Buch direkt anfangen zu lesen.

 

2. Risiko minimieren durch Finanzwissen

„Risiko entsteht dann, wenn Anleger nicht wissen, was sie tun.“

Warren Buffet

Da kann ich nur zustimmen. Je weniger Finanzwissen wir besitzen, desto eher gleichen unsere Investitionen einem Glücksspiel. Jedes Kind weiß, dass Glücksspiel mit hohem Risiko verbunden ist. Nicht umsonst sind Glücksspielbetreiber dazu verpflichtet ihre Angebote mit Risikohinweisen zu kennzeichnen.

Stellt euch einmal vor ihr müsstet mit eurem aktuellen Kenntnisstand ein Flugzeug landen (ich hoffe unter meinen Bloglesern befindet sich kein Pilot). Wie hoch ist wohl das Risiko eine totale Bruchlandung hinzulegen oder schlimmer noch das Flugzeug zum Absturz zu bringen? Vermutlich extrem hoch!

Nun macht ihr allerdings eine fundierte Ausbildung und habt diese mit Erfolg abgeschlossen. Zudem steht euch ein erfahrener Pilot weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Wie hoch ist nun das Risiko unter gleichbleibenden Umständen eine Bruchlandung hinzulegen. Richtig, deutlich geringer!

Genauso verhält es sich auch an der Börse, wenn ihr kein Bruchpilot eurer Finanzen sein wollt, dann eignet euch nach und nach das nötige Finanzwissen an. Ihr müsst für den Anfang nicht alles auf einmal wissen, aber ihr solltet gerade am Anfang nur Geld investieren welches ihr auch bereit seid zu verlieren und welches ihr gerade nicht benötigt. Wenn ihr das Geld doch verliert seht es als Ausbildungskosten an, dann fühlt es sich nicht mehr ganz so schlimm an, denn jede gute Ausbildung kostet ja bekanntlich Geld.

 

Ich habe ebenfalls als blutige Anfängerin gestartet!

Auch ich habe in meinen Anfangszeiten an der Börse viel Geld verbrannt und Gewinne verpasst. Ist ja auch klar, denn am Anfang fehlte mir das nötige Finanzwissen. Allerdings bin ich heute dankbar für die Erfahrung, die ich durch meine Fehler sammeln konnte, denn ich habe viel daraus gelernt.

Gerade beim Investieren in der Krise lernt ihr wohl das meiste, aber es ist auch mit dem höchsten Risiko verbunden. Gerade Börsenneulingen fehlt oft eine Strategie, die nötige Ruhe und das Selbstbewusstsein, um rational handeln zu können.

 

3. Nicht aus dem Konzept bringen lassen!

Vorbereitung, Wissen und eine Strategie bieten uns Sicherheit und somit eine gewisse Souveränität auch in Krisenzeiten.

Aus meiner Schulzeit habe ich zwar eher weniger fürs „Real Life“ mitgenommen, aber zumindest eine Sache ist mir insbesondere bei Klausuren oft aufgefallen. Wenn ich unvorbereitet in eine Klausur ging war ich nervös und machte dadurch noch mehr Fehler als ohnehin schon. Sogar bei Aufgaben bei denen ich eigentlich die Antwort wusste hatte ich plötzlich ein Brett vorm Kopf. Meine Unsicherheit und Nervosität hat für weitere Fehler und plötzlichem Gedächtnisschwund gesorgt. Zudem habe ich bei einigen Aufgaben zuerst das richtige Ergebnis hingeschrieben und aus mangelndem Selbstvertrauen wieder durchgestrichen.

Wenn ich hingegen gut vorbereitet in die Klausuren ging, war von Nervosität keine Spur und ich rief souverän mein Wissen ab.

Genauso ist es auch an der Börse. Ein fundiertes Finanzwissen kann euch Selbstvertrauen und innere Ruhe bieten, um auch in der Krise investieren zu können ohne dabei den Kopf zu verlieren.

 

4. Medienimmunität durch Finanzwissen

Gerade in Finanzkrisen kommen die Crash-Propheten aus den Löchern gekrochen und Klickgeile Medienseiten dramatisieren die Krise unnötig. Drama lässt sich immerhin viel besser verkaufen als eine langweilige und neutrale Berichterstattung, daher ist das natürlich kein Wunder.

Mit dem nötigen Finanzwissen könnt ihr diese Berichterstattungen hingegen sachlich bewerten und lasst euch nicht unnötig davon aus der Ruhe bringen. Zudem müsst ihr euch nicht der Masse anschließen, sondern könnt unabhängig gegen den Strom schwimmen und Gewinne einheimsen, wenn alle anderen Verluste machen.

 

5. Chancen erkennen durch Finanzwissen

Wie bereits in der Einleitung erwähnt solltet ihr in Krisen nicht einfach blind investieren und ins fallende Messer greifen. Nur weil die Kurse fallen heißt es nicht zwangsweise, dass es sich bei jeder Aktie auch um ein Schnäppchen handelt. Verwechselt bitte niemals billig mit günstig.

Das Risiko in Krisenzeiten ist deutlich höher als sonst, aber dafür sind auch die Chancen und möglichen Renditen deutlich höher. Daher kann ich jedem mit dem nötigen Finanzwissen nur empfehlen in Krisen zu investieren.

Wenn ihr echte Schnäppchen ausfindig machen wollt, ist ein solides Finanzwissen natürlich unabdingbar. Zudem solltet ihr die Aktien, die ihr kauft beziehungsweise das Geschäftsmodell des Unternehmens auch vollständig verstehen. Nur so könnt ihr Chancen in einer Krise erkennen und echte Schnäppchen ausfindig machen.

 

Wie viele Krisen habt ihr an der Börse mit eurem eigenen Depot bereits miterlebt? Wie ist es euch dabei ergangen? Welche Probleme hattet ihr?

Lasst mir gerne ein Kommentar da. Ich würde mich sehr darüber freuen!

Liebe Grüße
Eure Sara „Finanzpilotin“ ♡

 

 

Haftungsausschluss
Alle Texte sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Investments dar (§ 85 WpHG). Sie dienen lediglich der persönlichen Information und geben ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Weitere Informationen zum Haftungsausschluss…

Inhalte werden geladen
Unbedingt Teilen... Danke!

2 Gedanken zu „Investieren in der Krise – Finanzwissen wichtiger als sonst!“

  1. Ein toller Beitrag Sara!
    Besonders der 4. Punkt ist extrem wichtig. Schaltet man in YouTube den AdBlocker aus, wird man mit unqualifizierten Angeboten nur so zu gehäuft.
    Ich kann es nicht nachvollziehen, warum gegen diese Werbungen nicht vorgegangen wird. YouTube macht natürlich nichts, Sie verdienen ja daran.

    Ich wünsche dir viel Glück beim Finanzblog Award!!! 🙂

    Herzliche Grüße,

    Seesi | Phillip 🙋🏻‍♂️

    Antworten
    • Ich habe tatsächlich keinen AdBlocker drin. Aber es stimmt schon. Wobei es ja nicht nur Werbung ist sondern, diese Crash-Propheten auch ohne Werbe-Anzeigen oft angezeigt werden, weil eben viele Leute drauf klicken, weils oft auch Click-Bait Titel sind und dann werden Sie mir auch vorgeschlagen.
      Manchmal schaue ich sie mir auch an, um dann genau das Gegenteil zu tun, was dort empfohlen wird ^^
      Danke

      Antworten

Schreibe einen Kommentar